4. Greifertechnik

1/2014 | Vom Großkonzern zum Mittelständler: Marcel Modler ist neuer Geschäftsführer von Kröger Greifertechnik. Damit ist in Sonsbeck die Nachfolge langfristig geregelt. Marcel Modler will den erfolgreichen Spezialisten für Greifertechnik weiter stärken, den Vertrieb in Europa ausbauen und noch mehr kundenorientierte Innovationen umsetzen.

Frage: Herr Modler, Sie sind nun neuer Geschäftsführer bei Kröger. Ist die Nachfolge in Sonsbeck damit langfristig geregelt?

Marcel Modler: Ich freue mich sehr über die neue Aufgabe und hoffe, nun viele Jahre mit den Kollegen hier und unserem Gesellschafter Elbe Partners arbeiten zu dürfen. Kröger ist ein echter Mittelständler und war lange ein erfolgreiches Familienunternehmen. Seit 2008 gehört Kröger zur Hamburger Industriegruppe Elbe Partners mit vier weiteren Unternehmen. Die beiden interimistisch tätigen Geschäftsführer von Kröger, Christoph Smets und Philipp Diekmann, sollten einen Nachfolger aufbauen und haben die Personalie jetzt gelöst. Ich versuche nun, weitere Synergien zwischen den Elbe-Firmen und Kröger zu entwickeln und zu nutzen. So können wir etwa gemeinsam bei größeren Ausschreibungen auftreten und uns untereinander helfen.

Frage: Sie kommen aus dem Großkonzern Demag Cranes. Was hat Sie zum Wechsel bewogen?

Marcel Modler: Ich habe bei der Demag zunächst die Logistik von Hafenterminals geplant, mich später auf Containerterminals spezialisiert. Danach bin ich in den Vertrieb gewechselt und war weltweit für Großprojekte zuständig. Dann kam der Anruf von Elbe Partners. Mich haben die Aufgabe und die Herausforderung gereizt. Das Elbe-Konzept überzeugte mich. Stagnation ist hinderlich. Wenn man beruflich vorankommen will, muss man auch einmal wechseln. Zudem falle ich nicht ins kalte Wasser. Ich kenne das Geschäft und kann viele meiner alten Kunden einbringen.

Frage: Welche Pläne haben Sie für Kröger?

Marcel Modler: Kröger ist seit nun fünf Jahrzehnten am Markt, entwickelt und produziert hochwertige Greifertechnik. Auf diese Stärken möchte ich aufbauen, noch mehr Innovationen für den Kunden entwickeln und weiter expandieren. Unser Kernmarkt ist Deutschland und das angrenzende Europa. Das Potential ist enorm, denn wir leben auch vom Service und der Reparatur. Kröger soll Innovationsführer der Greifertechnik bleiben.

Frage: Welche Innovationen planen Sie?

Marcel Modler: Wir wollen mit unseren Innovationen und neuen Technologien vor allem den Nutzen für den Kunden erhöhen. So arbeiten wir etwa daran, die schon sehr gute Standfestigkeit unserer Greifer noch weiter zu erhöhen. Je länger ein Gerät hält, desto besser ist dies für den Kunden. Damit versuchen wir auch, die Serviceintervalle zu verlängern. Ist das Gerät allerdings einmal in unserem Servicecenter, sollen die Reparaturzeiten immer kürzer werden.

Frage: Und nun kurbeln Sie den Vertrieb an?

Marcel Modler: Genau. Ich habe gerade einen neuen Mitarbeiter für den Vertrieb eingestellt, der das Exportgeschäft leitet und sich um die internen Abläufe kümmert. Wir kennen und vertrauen uns. Er kommt wie ich von Gottwald und hat früher einmal als Student bei mir gearbeitet. Zudem kennt er das internationale Geschäft. Nun werden wir das nächste halbe Jahr fast alle europäischen Länder bereisen und ein neues Vertriebsnetz aufbauen. Parallel dazu werde ich mir die wichtigsten 25 Kranbauer anschauen. Bei Kröger wird gerade enorm viel Energie freigesetzt. Diese Kraft müssen wir in die richtige Richtung leiten. Hier ist eine enorme Dynamik.