Das Bohrwerk und die Sektflasche (FMS)

Das Bohrwerk und die Sektflasche (FMS)

9/2013 | Historischer Moment in Gochsheim: Auf einer Feier wird das neue Bohrwerk der Fränkischen Maschinen- und Stahlbau GmbH in Betrieb genommen. Mit dem gewaltigen Bohrer von Juaristi will die FMS in neue technologische und lukrative Dimensionen vorstoßen.

Die Generalprobe funktionierte reibungslos. Unter den gespannten Blicken der Gäste drang der Juaristi-Bohrer mitten in den Korken ein, hielt kurz inne, das Fahrwerk setzte langsam hoch und die Sektflasche war entkorkt: Applaus der rund hundert Gäste bei der Einweihungsfeier des neuen Bohrwerkes der Fränkischen Maschinen- und Stahlbau GmbH (FMS), einem Unternehmen der Hamburger Elbe-Gruppe.

FMS

Mit dem gewaltigen Bohrwerk werde sich die FMS künftig von anderen Wettbewerbern differenzieren und in neue Dimensionen vorstoßen, betonte FMS-Geschäftsführer Ralf Schneeweis in seiner Festrede. Nun könnten auch Teile bis zu einer Größenordnung von acht mal drei Metern und 20 Tonnen Gewicht bearbeiten werden, was nur wenige Wettbewerber schafften. So erhalte die FMS ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal. „Jetzt spielen wir in der Bundesliga,“ freut sich Schneeweis und dankte seinen Gesellschaftern von der Hamburger Elbe Gruppe für das Vertrauen in sein Unternehmen.

FMS-Geschäftsführer Ralf Schneeweis

Das neue Bohrwerk in Gochsheim bedeute für Elbe Partners eine der größten Einzelinvestitionen der vergangenen Jahre, betonte Elbe-Geschäftsführer Ramin Ghalibaf in seiner Ansprache. Damit unterstreiche die Hamburger Gruppe ihren Glauben an den fränkischen Mittelständler und schaffe die Voraussetzungen, dass sich die FMS auch künftig im Markt als attraktiver Maschinenbauer beweisen könne. „Wir sind ein nachhaltig und langfristig agierender Investor und wollen die FMS als mittelständischen Arbeitgeber in der Region unterstützen“, erläuterte Ghalibaf die Strategie seiner Gruppe. Wichtig sei es nun, junge Talente für die FMS zu gewinnen, um die Zukunft des Unternehmens zu gestalten.

FMS

Michele Brändlein hat sich bereits für eine Zukunft in Gochsheim entschieden. „Ich habe bewusst meine Ausbildung bei der FMS begonnen“, sagt der 24jährige Schweinfurther, „hier habe ich viel mehr Verantwortung als in Großkonzernen.“ Neben Brändlein werden rund ein Dutzend weiterer junge Menschen in technischen und kaufmännischen Berufen ausgebildet. Sie kommen alle aus der Region und einige sind sogar preisgekrönt – mehrere FMS-Absolventen gingen als Jahrgangsbeste und Kammersieger aus den Prüfungen hervor. Der Ausbildungsleiter Jörg Picker gilt als einer der Väter des Erfolgs.

FMS und Elbe Partners

Eine schöne Bestätigung für die Unternehmenspolitik der FMS und der Elbe-Gruppe. Mit dem neuen Bohrwerk sieht sich Schneeweis trotz der großen Konkurrenten um ihn herum gut gerüstet: „Wir bieten hier sehr abwechslungsreich und zukunftsträchtige Arbeitsplätze – und das im Zentrum Deutschlands.“

FMS Nachwuchs